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Selbstbau Äste

 

Geeignete Äste/Stämme

Hier möchten wir Ihnen kleine Kniffe und Tricks zeigen wie man einen Ast, passend für die eigenen Bedürfnisse, zusammen baut.
Dieser Stamm wird seit über 5 Jahren erfolgreich in meinem Anolis Terrarium verwendet und von den Tieren tagtäglich bestiegen.


In unseren Wäldern finden sich viele verschiedene Hölzer, welche sich für ein Wald-/Tropenterrarium eignet odereher ungeeignet ist. Gute Erfahrungen konnte ich bisher mit Holunderstämmen, Eichenholz und getrocknete Wurzeln machen.

Dieses Holz fault kaum, bei einem Feucht-/Tropenterrarium empfehle ich trotzdessen den Teil des Holzes mit Epoxidharz
zu versiegeln, welcher tief in das feucht/nasse Erdreich reicht.


Werden Äste und Stämme aus der Natur entnommen, sollten sie vor der Einbringung in das Terrarium von kleinen Lebewesen, gereinigt werden. Ein grobes Abbürsten der Rinde, heißes dampfendes Wasser, oder kleinere Stücke
können im Backrohr desinfiziert werden.



Zusammenbau eines Astes

Sie haben eine genaue Vorstellung von ihrem 'Wunsch-Ast' welcher in Ihrem Terrarium passen würde? Halten Sie diese Idee mittels einer Skizze fest, auch um die Höhe und Breite zu errechnen und die Platzansprüche im Terrarium einzuteilen.

Wie bei diesem Beispiel zu sehen, verwenden wir einen Holunderast, mehrmals zertrennt => Hauptast + 3 Beine.

Um später die Standbeine an den Hauptast passend anzubringen, wird an jenen Positionen - gekennzeichnet mit einem z.B.:
"X" die Rinde vollständig entfernt. Die Rinde löst sich leicht vom Stamm, würde man diese darauf belassen, könnten sich die Standbeine nachträglich vom Stamm lösen.


Terrariumbau Terrariumbau


Die Standbeine werden zusätzlich mit - wie hier zu sehen - 3 rostfreien Nägeln oder Schrauben befestigt/verschraubt. Diese werdendementsprechend in die Standbeine geschlagen/geschraubt, dass sie sich in den Hauptstamm bohren.


Die Standbeine sind mit Nägeln/Schrauben versehen, anschließend werden die mit X markierten Positionen mit Silikon eingeschmiert. Das erste Standbein wird an einer dieser Positionen angedrückt und die Nägel/Schrauben in den Hauptstamm geschlagen/gebohrt.
Das Silikon dient dazu die 'Narben' bzw. die Leerräume zwischen den einzelnen Ästen zu verschließen und es besitzt noch einen weiteren netten Nebeneffekt: Solange das Silikon noch nicht getrocknet ist, wird Moos, Gras, Blätter auf das Silikon aufgeklebt um die 'Narben' der verbundenen Baumstämme zu verdecken.


Terrariumbau Terrariumbau

Terrariumbau Terrariumbau


Zwei der drei Standbeine wurden miteinander verbunden, die Leerräume mit Silikon verschlossen und die Narben mit Moos bedeckt.
Das dritte und letzte Standbein ist dicker und besitzt eine Astgabel in welcher später eine Pflanze untergebracht wird. Auch hier können die 'Narben' wieder mit Moos beklebt werden.
Das Silikon trocknet 1-2 Tageund wird 1-2 weitere Wochen ausgelüftet.


Terrariumbau Terrariumbau


Das Terrarium ist eingerichtet, die Anolis carolinensis nützen diesen Stamm als Verbindung quer durch das Terrarium und als weitere Klettermöglichkeit. Das Moos wird täglich besprüht und feucht gehalten, um ein Abdörren zu verhindern.


Terrariumbau Terrariumbau

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