Quarantäne

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Quarantaene

 

Die Quarantänehaltung dient dazu die Gesundheit der Agame über eine bestimmte Zeit zu beobachten und kranke wie verletzte Tiere separiert zu behandeln.

Kranke, geschwächte Agamen, nach dem Erwerb und bei Verletzungen werden diese in ein Quarantäneterrarium überführt.

Nähere Informationen zu Krankheitssymptomen bei Agamen erhalten Sie im Kapitel... [ Krankheitssymptome ]


Natürlich ist zu berücksichtigen, dass diese sterile Haltung mit vergleichsweise wenigen Versteckmöglichkeiten einen wesentlichen Stressfaktor darstellt.
Agamen, welche sich bei Gefahren völlig auf ihre Tarnung verlassen, werden sich nur schwer mit weißem Küchenpapier anfreunden, wogegen eine Zeitung aufgrund ihrer Farbgebung kontrastreicher ist.



Wann ist eine Quarantäne notwendig?


Nach dem Erwerb ( Positiven Kotprobe / Krankheit / Verletzungen )
Das Quarantäneterrarium | Behandlung der Agamen & die Säuberung der Terrarien


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Nach dem Erwerb der Agame

Erwerben Sie eine neue Agame, wird diese separat in ein Quarantäneterrarium überführt und nicht in das End-Terrarium gesetzt.
Das Tier wird je nachdem wie die Untersuchungen der Kotproben (evtl. auch Blutuntersuchungen) und der Besuch bei einem reptilienkundigen Tierarzt ausfallen, darin zwischen 4-6 Wochen oder bis über 2-3 Monate beobachtet.
Bei einer langfristigen Behandlung des Tieres, kann es durchaus über Wochen in solch einem Quarantäneterrarium gehalten werden.


Positiver Kotprobenbefund

Mehrmals im Jahr werden frische Kotproben entnommen und eingeschickt. Ist das Ergebnis positiv und nach der Absprache mit einem reptilienkundigen Tierarzt notwendig die Agamen zu behandeln, werden sie für den benötigten Zeitraum in einem Quarantäneterrarium versorgt.

Nähere Informationen zu Kotproben bei Agamen erhalten Sie in der Rubrik... [ Kotproben ]


Kranke Agamen

Schwache oder kranke Tiere die seit längerem in Pflege sind, werden bei Anzeichen von einer Schwächung oder Krankheitssymptomen von der Gruppe separiert. Hier ist, wie oben bereits angesprochen, der zusätzliche Stressfaktor zu berücksichtigen.
D.h. nicht, dass Agamen mit einem nachweißlichen Endoparasiten-Befall weiterhin in der Gruppe gepflegt werden sollten. Es ist anzunehmen, dass die restlichen Tiere ebenfalls infiziert sind. Kotproben der übrigen Agamen werden nachgereicht und je nach Ergebnis separiert und behandelt.


Agamen mit Verletzungen

Besteht die Gefahr dass eine Verletzung entzündet, wird die Agame separiert in ein Quarantäneterrarium gesetzt und nach Absprache mit einem reptilienkundigen Tierarzt behandelt.


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Das Quarantäneterrarium

Im Quarantäneterrarium herscht die gleiche Temperatur und Luftfeuchtigkeit wie bei den Terrarien adulter Tiere vor. Ebenso wird die Beleuchtung nach den individuellen Ansprüchen der Tiere angepasst und in Betrieb genommen.

Lediglich die Einrichtung unterscheidet sich von den üblichen Terrarien.

Während in einem normalen Terrarium eine Rückwand, Bodensubstrat wie beispielsweise Erde oder Sand, Klettermöglichkeiten und Pflanzen vorhanden sind, greift man bei einem Quarantäneterrarium auf sehr schlichte und leicht zu desinfizierende Gegenstände zurück.


Beispiel für Bodenbewohner in Trockengebieten
Küchenrolle/Zeitungspapier als Bodenbedeckung, Plastikhöhlen als Versteckmöglichkeiten, flache Steine mit einer darüber befindlichen Wärmelampe als Sonnenplatz und Plastikschüsseln für Futter und Wasser.

Beispiel für Baumbewohner in Feuchtgebieten
Ebenso Küchenrolle/Zeitungspapier als Bodenbedeckung, Holzstücke ohne Rinde (leicht zu säubern), Plastikpflanzen für eine Rückzugsmöglichkeit und Plastikbehälter für das Futter und Wasser.
Falls diese Agamen fließendes Wasser benötigen, wird auf eine einfache und ebenfalls leicht zu reinigenden Plastikbox zurück gegriffen.Quarantäne Agamen


Täglich wird das Futter und Wasser, wie der Kot der Agamen entfernt, davon betroffene Einrichtungsgegenstände gesäubert und wieder mit frischem Futter und Wasser versorgt.
Ebenfalls ist ein Auswechseln der Bodenbedeckung notwendig. Wöchentlich sollte sie
mind. 2 x komplett ausgewechselt werden und den Behälter selbst säubern.

Dies verhindert weitere Ansteckungsgefahren wie bei Oxyuren und Kokzidien, welche mit
dem Kot ausgeschieden werden. Eine Reinfektion findet statt, wenn die Agamen immer
wieder mit dem Kot in Berührung kommen und zugleich auf weiteren Einrichtungsgegenständen verteilen.


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Behandlung der Agamen & die Säuberung der Terrarien

Betreffend des Infekt-Grades und der Krankheit, wie auch nach Absprache mit einem reptilienkundigen Tierarzt, wird das "End-Terrarium" desinfiziert. 

Meist muss das Bodensubstrat vollständig entfernt werden, Einrichtungsgegenstände desinfiziert oder ausgetauscht und im schlimmsten Fall die Rückwand neu bestrichen und lackiert, mit einem Heißluftföhn desinfiziert, ggf. auch komplett heraus gerissen werden.

Setzten Sie sich bei einem positiven Kotprobenbefund mit ihrem Tierarzt zusammen. Wiegen Sie zuvor ihre Tiere und teilen Sie ihm das Gewicht der Agamen mit. Anhand des Gewichts und dem Befall-Grades kann er die Dosierung der Medikamente ausrichten und Ihnen verschreiben.

Experimentieren Sie selbst nicht herum, lassen Sie sich von ihrem Tierarzt die Verabreichung des Medikaments bei Ihren Tieren zeigen, notfalls nehmen Sie die Tiere mit in die Klinik und verabreichen das Medikament unter den Anweisungen Ihres Tierarztes.Zum Seitenanfang