Agamen (Agamidae)

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Agamen (Agamidae) Gattungen & Arten

 


Nähere Informationen zu den Gattungs- & Artberichten erhalten Sie in den Kapiteln...

Steppen- & Wüstenbewohner[ Steppen- & Wüstenbewohner ]    |    [ Wald- & Tropenbewohner ]


Nähere Informationen über die Systematik der Gattungen, Arten und deren Unterarten erhalten Sie
im Kapitel...
[ Taxonomie ] ( in Überarbeitung )

Nähere Informationen zum Verbreitungsgebiet und Lebensraum der Agamen erhalten Sie
im Kapitel...
[ Globale Verbreitung ]

Nähere Informationen zum Körperbau und Körperfunktionen der Agamen erhalten Sie
im Kapitel...
[ Anatomie ]

Nähere Informationen zu den Geschlechtsmerkmalen der Agamen erhalten Sie
im Kapitel...
[ Geschlechtsmerkmale ]

Nähere Informationen zum Verhaltensmuster und Kommunikation der Agamen erhalten Sie
im Kapitel...
[ Verhalten ]




Die natürlichen Verbreitungsgebiete der Familie der Agamen erstreckt sich über Europa, Afrika (Madagaskar ausgeschlossen), Australien, Asien und über die südostasiatischen Inseln. Nur auf den Fidschi-Inseln leben Gonocephalus godeffroyi und der Fidschi-Leguan (Brachylophus) beisammen.

Aufgrund dieses getrennten Lebensraumes zwischen Agamen und Leguanen spricht man davon, dass die Agamen "die alte Welt" bevölkern und die Leguane sich in "der neuen Welt" entwickeln.


Die hauptsächlich tagaktiven Agamen haben sich an die trockenen, heißen Wüsten Australiens und Afrikas, Gras-/Buschland und an die Regenwälder Asiens angepasst.

Ihre Anpassungsfähigkeit spiegelt sich in den zahlreichen markanten Merkmalen wieder. Auch der Farbenvielfalt ist kaum Grenzen gesetzt. Von unauffälligen, gut getarnten Vertretern (Trapelus) bis hin zu kräftig gefärbten Agamen, wie den Siedleragamen (Agama agama).

 

Nicht nur die Farbenvielfalt, auch die verschiedenen Verhaltensweisen der Agamen ist gut an ihren Lebensraum angepasst.
Moloch horridus leitet das auf seinem Rücken aufgefangene Regenwasser durch feine Rinnen zu seinem Maul weiter und trinkt dieses seltene Gut in den Wüsten Australiens.

Eine weitere Art auf diesem Kontinent, die Kragenechse (Chlamydosaurus kingii) flüchtet bei Bedrohung auf den Hinterbeinen, fühlt sich diese Agame in die Enge getrieben, stellt sie ihren imposanten Halskragen auf und versucht Feinde einzuschüchtern.

Flugdrachen (Draco) können durch das Spannen der Haut entlang den Flanken - durch verlängerte Rippen - viele Meter von Baum zu Baum segeln.
Das Verschließen der Höhlen mit einem von Stachelschuppen besetzten Schwanz trägt dazu bei, dass sich Gattungen wie Uromastyx und Xenagama vor Fressfeinden schützten.

Generell versuchen viele Agamenarten ihre Feinde durch das Vergrößern, Abflachen ihres Körpers, Aufstellen verschiedener Nacken-, Rücken- und Schwanzkämme, Halskrausen und Kehlhaut sich als zu großes Beutetier zu präsentieren und diese in die Flucht zu schlagen.

Andere Verhaltensmuster wie zum Beispiel das senkrechte Aufstellen - nur auf den Hinterbeinen und Schwanz gestützt - der Taubagamen (Tympanocryptis tetraporophora) ist nicht gänzlich erforscht.


Trapelus mutabilis


Agamen benötigen mittelgroße bis große, geräumige Terrarien, nur wenige Vertreter können in kleineren gepflegt werden (z.B. Tympanocryptis tetraporophora, Trapelus,...).

Es ist zwischen Baum- und Bodenbewohnern wie auch Wald-, Tropen- oder Steppen- und Wüstenbewohnern zu unterscheiden. Die Terrarien werden individuell der zu pflegenden Art angepasst, eingerichtet und mit den benötigten technischen Hilfsmitteln ausgestattet.
Wüstenbewohner und deren Beleuchtungsansprüche können für Halter zu einer wesentlichen Kostenfrage werden. Waldbewohner hingegen bereiten manchmal aufgrund der benötigten Temperaturschwankungen, Luftfeuchtigkeit und des benötigten fliesenden Wassers Probleme.

Ein gutes Beispiel für die Wüstenbewohner wäre die Streifenkopf Bartagame (Pogona vitticeps). Sie gilt als leicht zu haltende Art, deren Ansprüche für einen Terraristikneuling keine hohen Kosten oder großen Terrarien bedürfen. Diese Informationen entsprechen nicht den benötigten Bedürfnissen der Tiere, trotz ausführlicher Literatur werden weiterhin von Haltern, Züchtern wie auch Zoohändlern falsche Informationen an Kunden vermittelt.

Nähere Informationen zur Beleuchtung der Terrarien erhalten Sie in der Rubrik... [ Terrarium & Technik ]

 

Wie bereits erwähnt, wird die Einrichtung der zu haltenden Art angepasst, hier weitere kurze Beispiele:
Wasseragamen (Physignathus) benötigen große Wasserbecken, Chlamydosaurus Laufflächen wie auch Baumstämme auf denen sie klettern können, Xenagama - fast reine Bodenbewohner - ein sandiges, grabfähiges Substrat und kleinere Aussichtspunkte...

 

Umfassende Literatur ist nur von wenigen Gattungen und Arten verfügbar. Allgemeine Literaturempfehlungen finden sie unten angeführt, zu den einzelnen Arten/Gattungen am Ende der Haltungsberichte.
Die 'Art für Art' Bücher werden jährlich erweitert und beschreiben auf nur wenigen Seiten, immer mehr Agamenarten.

 

Literatur:

Drewes, O. (2009): Kompaktwissen Agamen. Vivaria.

Henkel, F.W.; Schmidt, W. (1997): Agamen im Terrarium. Brunsbek: Landbuch-Verlag.

Manthey, U.; Schuster, N. (1999): Agamen. Münster: Hesselhaus und Schmidt.

Manthey, U. (2007): Agamen der Welt. Frankfurt/Main: Chimaira.

Manthey, U. (2008): Teralog Agamen des südlichen Asiens. Draconinae 1. Frankfurt/Main: Chimaira.

Manthey, U. (2009): Teralog Agamen des südlichen Asiens. Draconinae 2 Leiolepidinae. Frankfurt/Main: Chimaira.

Manthey, U. (2008). Teralog Agamen Afrikas: Agaminae 1 Uromastycinae. Frankfurt/Main: Chimaira.

Draco 14. (2003): Agamen. Münster: Natur und Tier Verlag.Zum Seitenanfang