Stellagama

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Die Gattung Stellagama

 

Trivialnamen

Im arabischen Sprachraum werden sie auch oft als Hardun bezeichnet, was im deutschen mit Echse gleichzusetzen ist.
Im Deutschen werden Vertreter dieser Agamengattung (Familie: Agamidae) auch häufig als Schleuderschwänze oder
Schleuderschwanzagamen bezeichnet.

Im englischsprachigen Raum auch unter den Namen Starred agama oder Slingtailed agama bekannt
(Martin Dieckmann, 2010).



Systematik

» Klasse: Reptilien (Reptilia)
  » Überordnung: Schuppenechsen (Lepidosauria)
    » Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
      » Unterordnung: Echsen (Lacertilia)
        » Teilordnung: Leguanartige (Iguania)
          » Familie: Agamen (Agamidae)
            » Gattung: Schleuderschwanzagame (Stellagama)

Gattung Stellagama

Stellagama stellio (LINNAEUS, 1758)
Ehemalig Laudakia stellio (Hardun) umfasste 20 Arten und 17 weitere Unterarten.
Aufgrund neuer morphologischer Überarbeitungen wurde sie in eine neue Gattung eingeordnet.

agamidae.info Vertebrate Zoology 62 (2), 213-260, 2012
K.J. BAIG†, P. WAGNER, N.B. ANANJEVA & W. BÖHMER; A morphology-based taxonomic revision of Laudakia
Gray, 1845 (Squamata: Agamidae)

  • Stellagama stellio brachydactyla (HAAS 1951)
  • Stellagama stellio cypriaca (DAAN 1967)
  • Stellagama stellio daani (BEUTLER & FRÖR 1980)
  • Stellagama stellio picea (PARKER 1935)
  • Stellagama stellio salehi WERNER in LACHMANN et al. 2006
  • Stellagama stellio stellio (LINNAEUS 1758)
  • Stellagama stellio vulgaris (SONNINI & LATREILLE 1802) 


Verbreitungsgebiet und Lebensweise

Das Verbreitungsgebiet von Stellagama stellio erstreckt sich von Griechenland im Norden, über die Türkei, den Libanon, Syrien, Israel und Jordanien, bis nach Saudi Arabien und die Sinaihalbinsel im Süden.
Außerdem kommt der Hardun mit einigen Arten auch auf vielen Inseln des östlichen Mittelmeers vor.



Schutzstatus

Alle Arten der Gattung Stellagama sind im Anhang II des Washingtoner Artenschutzabkommens aufgelistet, fallen somit auch unter die europäische Artenschutzverordnung (Anhang B) und sind somit meldepflichtig.

Je nach Bundesland handelt es sich dabei um ein Regierungspräsidium oder die untere Naturschutzbehörde. Dazu muss beim Kauf der Tiere ein Herkunftsnachweis des Vorbesitzers mit erworben werden, um den legalen Erwerb der Tiere jederzeit nachweisen zu können.



Literatur:

Barts, M. & Wilms, T. (2003): Die Agamen der Welt. Draco 4 (14): 4-23.

Beutler, A., and E. Frör. (1980): Die Amphibien und Reptilien der Nordkykladen (Griechenland). Mitteilungen der Zoologischen Gesellschaft Braunau, 3:255-290.

Dieckmann, M. (2009): Hardune. Reptilia (Münster) 14 (6): 78-82.

Esterbauer,H. (1985): Zur Herpetofauna Südwestsyriens. Herpetofauna 7 (38): 23-34.

Kasapidis, Panagiotis; Provatidou, Sofia;Maragou, Panagiota; Valakos, Efstratios D. (1996): Neue Daten über die Herpetofauna von Lesbos (ägäische Inseln, Griechenland) und einige biogeographische Bemerkungen über die Inseln des nordöstlichen ägäischen Archipels. Salamandra 32 (3): 171-180.

Lutzmann, N. & Baier, F. (2005): Notizen zum Schlafverhalten von Laudakia stellio (LINNAEUS 1758) auf Samos und Zypern. Iguana-Rundschreiben 18 (2): 4-8.

Manthey,U. & SCHUSTER,N. (1999): Agamen, 2. Aufl. Natur und Tier Verlag (Münster), 120 pp.

Schlüter, U. (2010): Der Herpetofauna von Symi [Griechenland]. Elaphe 18 (4): 62-67.

Schlüter, U. (2011): Die Herpetofauna von Rhodos. Reptilia (Münster) 16 (88): 66.

 

Fremdsprachige Literatur:

Al-Quran, S. (2009): The Herpetofauna of the Southern Jordan. American-Eurasian J. Agric. & Environ. Sci., 6 (4): 385-391.

Ananjeva, N.B. & Tuniev (1994): Some aspects of historical biogeography of Asian rock agamids Russ. J. Herpetol. 1 (1): 43.

 

Gezeichnet: © 2010 Andreas KriegerZum Seitenanfang

Laudakia, Hardun